Freitag, 28. Mai 2010

Ich würde gern...

... sagen, dass ich dich brauche.
... schwach in deinem Arm sein.
... mich bei dir fallen lassen.
... mich von dir auffangen lassen.
... mich bei dir geborgen fühlen.
... dir sagen, dass du mir alles bedeutest.

Doch was mache ich:
... die Zähne zusammenbeißen.
... dir die kalte Schulter zeigen.
... und nachts allein meine Tränen im Dunkeln trocknen.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Kein Problem...

... sagtest du, als ich Abschied nahm. Vielleicht hätte ich dir vorher sagen sollen, dass ich gehe.

Dienstag, 25. Mai 2010

Es war noch leichter...

... als Männer Jungs waren und man mit ihnen einfach so befreundet sein konnte. Und vor allem: Wieso sind es immer die falschen, die sich Hoffnungen machen, wo gar keine sind?
In diesem Sinne: Das wird ein Chaos geben. Aber darin bin ich ja wahrlich meisterhaft.

Montag, 24. Mai 2010

Ein Teil von mir...

Ich kann sie nicht mit mehr ertragen: Dies sorgenvollen Blicken. Ich soll sie nicht merken, doch sie brennen auf der Seele. Die Frage "Was ist los" lässt mich regelrecht in die Luft gehen. Die Antwort - ein genervtes "nichts" - sagt schon alles.
Ich möchte schreien: Lasst mich doch in Ruhe. Anstatt dessen lächle ich. Oft. Viel. Selten ehrlich. Doch das merken nur wenige. Diese blicken fragend. Sie wollen mir helfen. Sie mögen mich auch, wenn ich sie wegstoße. Und mit eselsartiger Geduld haben sie einen Teil von mir ausgegraben, den ich schon längst und einer dicken Schicht von Egoismus und Gefühlskälte versteckt habe. Nur einen kleinen Teil und nur für kurze Zeit blitzt er gelegentlich durch.
Und wisst ihr was? Ich habe gelacht. Von Herzen und ehrlich. Wenn auch nur ganz kurz.

Dienstag, 18. Mai 2010

Mauern

"Du hast mich eiskalt abblitzen lassen, deine Mauer um dichaufgebaut und mir keine Chance gegeben....", hast du geklagt. Selbst wenn ich wollte, ich könnte dich momentan einfach nicht an mich ranlassen. Dazu ist die Gefahr, dass du mich verletzt, einfach zu groß.

Sonntag, 16. Mai 2010

Plötzlich

Manchmal ändern sich die Dinge schneller als man denkt. Ein Schalter, der einfach umgelegt wurde. Den man schon seit langem umlegen wollte und nie wußte, wie er zu bedienen ist und plötzlich: Ein Satz, ein Wort... Es dauert ein bisschen bis man es realisiert hat. Dann ist alles anders.

Samstag, 15. Mai 2010

Vor dem Abgrund...

... oder doch schon einen Schritt weiter?

Anders wäre besser

Manchmal glaube ich, es wäre doch unheimlich schön, dumm zu sein. So ein Zustand, in dem sich der Verstand einfach außer Betrieb setzt und man sich treiben lassen kann. Wenn der Kopf nicht immer auf Hochtouren läuft und sich die Gedanken im Kreis drehen.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Es gab Zeiten...

... da habe ich noch gelacht, weil ich glücklich war und nicht weil ich meine Gefühle verbergen wollte.

Endlich

Ich leide. Und das ziemlich intensiv. Ein gewisses Schlafdefizit macht es nicht besser. Auch die zweite Packung Tempos ist schon verbraucht. Hunger will sich nicht einstellen. Dafür ist der Kreislauf weg und ich habe Schüttelfrost.
Und jetzt kommt das Erstaunliche. Ich bin froh darüber. Endlich ist diese Gefühlskälte weg. Endlich wollen die Tränen fließen. Endlich gestehe ich mir und meinem Körper eine Pause zu und habe eingesehen, dass pausenloser Aktionismus mich nur in den Wahnsinn treiben wird.
Und trotzdem leide ich.

Samstag, 1. Mai 2010

Ganz oder gar nicht...

... würde ich gerne sagen. Doch ich weiß, dass es kein "ganz" gibt und mir das "gar nicht" das Herz brechen wird.

schleichend

Wann ist das eigentlich passiert? Ich scheine Erwachsen geworden zu sein. Gleichzeitig habe ich den Verdacht, dass mit dem eintreten dieses doch nicht ganz erstrebenswerten Zustandes die Langweiligkeit in mein Leben eingezogen ist. Durchtanzte Nächte oder früh ins Bett gehen. Mit einem Gedanken an das Leid am nächsten Tag fällt die Entscheidung nicht schwer. Ein Bier oder doch lieber ein Cola light? Und vor allem: Seit wann trinke ich denn Cola light. Seit wann verzichte ich auf einen guten Burger und esse nicht mehr mindestens einmal pro Woche einen Döner. Die Entwicklung kam schleichend. Die Erkenntnis schlagartig: Miss Perfektion wird bald dreißig und es ist wohl endgültig an der Zeit, sich nicht mehr wie zwanzig zu benehmen.
In diesem Sinne: Samstagabend. Ich gehe nicht tanzen und feiern. Ich liege auf dem Sofa und nachher werde ich noch etwas Haushalt machen. Willkommen im spießigen Erwachsenenleben.