Ich kann es nicht mehr hören. Dieses "Puh, ich bin ja so arm." Oder dieses: "Mein Gott, ich habe ja gestern so lange gearbeitet." Und unter die Top 3 schafft es da sicher auch noch: "Was bin ich im Stress."
Von den selben Leuten höre ich dann: Nachdem ich morgens eine Stunde joggen war, 14 Stunden gearbeitet habe, mindestens eine Stunde auf der Autobahn verbracht habe und mich ihnen dann noch drei Stunden Zeit bei einem gemütlichen Abendessen gewidmet habe (inklusiv noch einiger netter Jammersätze, die es leider nicht ganz auf die vorderen Ränge geschafft haben). Von diesen Leuten muss ich mir dann anhören, wenn ich einmal kurz in Erwägung ziehe, meine Schlafstätte aufzusuchen: "Stell dich nicht so an."
Die einzige Freude dabei ist, mir ihre Gesichter vorzustellen, wenn ich den Satz einmal nach ihren stundenlangen Leidensgeschichten diesen Satz an den Kopf werfen würde.
Und sobald ich den Grabstein für diese Freundschaft bestellt habe und einen Termin für die Beisetzung der jährelangen Beziehung gefunden habe... Dann werde ich den Satz einfach mal in den Raum werfen.
Und jetzt ich bin dann mal weg: Muss noch mal kurz arbeiten.
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